Gedenk-Roda an Zumbi 2013

Tag des Schwarzen Selbstbewusstseins

Am Mittwoch, 20.11.13, treffen sich die Biriba Brasileiros aus Deutschland auf eine Gedank-Roda in Düsseldorf. Contra-Mestre Pé de Vento leitet diese informative und bedeutende Veranstaltung.

Wir werden verschiedenen Begriffe und ihre Hintergründen aufklären wie: Aruanda, Maculelê, Candomblé, "Menininha do Gantois", usw. außerdem: exklusives Dokumentar-Video in Deutsch über Zumbi dos Palmares, Capoeira, Essen und viele gute Energie.

ALLE TEILNEHMER MÜSSEN IN WEISS KOMMEN!


Info

20. NOV. 2013
von 18:00 bis 21:00

GRUNDSCHULE AN
SONNENSTR. 10
40227 DÜSSELDORF



FLYER

Vorderseite

Düsseldorf Capoeira

VIDEOS

Am 20. November 2011 fand in Düsseldorf die Veranstaltung "Gedenktag an Zumbi dos Palmares" statt. Anbei ein Video aus diesem schönen Nachmittages. Produced by Furtado-PEEM


EINDRÜCKE

EinfÜhrung

Mehr als zwei Millionen Schwarze wurden von den Kolonisatoren aus ihrer Heimat Afrika entrissen und nach Brasilien gebracht, um dort auf den Zuckerrohrplantagen als Sklaven zu arbeiten. Sie wurden gezwungen, den Ozean unter unmenschlichen Bedingungen in "Navios Negreiros" (Sklavenschiffe) zu überqueren. Sie legten an Häfen wie Bahia, Pernambuco und Rio de Janeiro an.

Die afrikanischen Sklaven ließen sich in der Gefangenschaft nicht befrieden, es sind viele Episoden der brasilianischen Geschichte bekannt, in denen sich die Sklaven gegen ihre erniedrigende Situation auflehnen. Eine der Formen dieses Widerstands ist das Quilombo, eine organisierte Gemeinschaft entflohener Sklaven in verborgenen Orten mit schwierigem Zugang, meistens auf bewaldeten Anhöhen. Das größte dieser Quilombos bildete sich im 17. Jahrhundert im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco, in einer unter dem Namen Palmares bekannten Gegend, im Gebirge Serra da Barriga.
Palmares war in kleine Siedlungen verteilt, Mocambos genannt, die vom König, Ganga-Zumba geleitet wurden. Es war wahrscheinlich die Wiege der Capoeira.

Das Quilombo Palmares war eine unabhängige Gesellschaft, eine Republik, gegründet von den Sklaven, die es geschafft hatten, von den Großgrundbesitzen zu fliehen. Im Jahr 1655 wurde Zumbi geboren. Er wurde in Freiheit geboren, in Palmares, aber als er sechs Jahre alt war, wurde er gefangen und einem portugiesischen Missionar anvertraut. Er wurde auf den Namen Francisco getauft, lernte Portugiesisch und Latein und half täglich als Messdiener beim Gottesdienst. Trotz dieser Versuche, ihn zu "zivilisieren", floh Zumbi 1670, im Alter von 15 Jahren, und kehrte nach Palmares zurück. Zumbi machte sich mit seiner Geschicklichkeit und List im Kampf schnell einen Namen und mit zwanzig Jahren war er schon ein respektierter militärischer Stratege.

Um 1678 näherte sich der Gouverneur des Hafenamts von Pernambuco, Ganga-Zumba mit einem Friedensangebot an, um den ständigen Konflikten mit dem Quilombo Palmares ein Ende zu setzen. Er bot allen entflohenen Sklaven des Quilombos die Freiheit, wenn sich dafür das Quilombo der Autorität der portugiesischen Krone unterordne. Ganga-Zumba nahm das Angebot an.
Zumbi jedoch vertraute den Portguiesen nicht. Er weigerte sich, die Freiheit der Quilombobewohner anzunehmen, während die anderen Afrikaner weiterhin versklavt waren. Er lehnte das Angebot des Gouverneurs ab und stellte die Führerschaft von Ganga-Zumba in Frage. Zumbi wurde der neue Führer von Palmares und versprach, den Widerstand gegen die Portugiesen fortzusetzen.
Fünfzehn Jahre nachdem Zumbi die Führung übernommen hatte, rief man den Bandeirante Domingo Jorge Velho aus São Paulo, um die Invasion des Quilombos zu organisieren. Am 6. Februar 1694 wurde Macaco, die Hauptstadt von Palmares, zerstört und Zumbi verletzt.

Fast zwei Jahre danach, am 20 November 1695, wurde Zumbi vom Kapitän Furtado de Medonça in seinem Bollwerk überrascht und mit einem Dolch verletzt, er leistete Widerstand, wurde aber, zusammen mit 20 weiteren Kriegern, getötet. Der Kopf wurde ihm abgeschlagen und öffentlich zur Schau gestellt, um den Glauben der Bevölkerung an die Legende der Unsterblichkeit Zumbis auszurotten.

Heutzutage ist Zumbi für die Brasilianer ein Symbol des Widerstands und sein Todestag wird als der Tag der "Conciência Negra" (Bewusstsein der Schwarzen) gefeiert. Außerdem ist Zumbi einer der wichtigsten Namen in der Geschichte der Capoeira.